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18. Oktober 2008

KaMeRu Verlag im Portrait

Mein Verlag, der Schweizer KaMeRu Verlag, wird in einem Feature von Cityguide vorgestellt:

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20. August 2007

'Die Haut' ist bei Amazon.de gelistet

Und wieder einmal ist es nicht Nacht ...

Habe gerade gemerkt, dass 'Die Haut' bei Amazon gelistet ist. Kommt davon, wenn man so egozentrisch ist sich selbst zu googlen ;-)

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23. Januar 2007

'978-3-906739-34-2' ist meine Nummer

Another 'Wow' again. Ich habe gerade in Erfahrung gebracht, dass mein (noch unveröffentlichtes) Buch bereits eine ISBN Nummer besitzt. Ab diesem Jahr bekommen Bücher eine 13stellige ISBN Nummer.
'Die Haut' hat die Nummer: 978-3-906739-34-2.
Diese Zahl macht die 'ganze Sache' für mich wieder ein Stück realer.

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7. Oktober 2006

Der Zug gerät ins Rollen ...


Und wieder ist es Nacht ...
Erschöpft aber glücklich aus Frankfurt zurückgekehrt. Es waren zwei ereignisreiche Tage. Heute hatte ich endlich Gelegenheit meinen Verleger zu treffen. Bei italienischem Espresso haben wir zwei Stunden über alle möglichen Details unserer Zusammenarbeit sprechen können. Langsam wird es ernst. Im Grunde ist der Weg für 'Die Haut' bis zu seiner Vorstellung auf der nächsten Buchmesse bereits vorgezeichnet. Spätestens als wir uns über Werbemaßnahmen unterhalten haben, bin ich geistig ausgestiegen. Ich meine, ich habe gerade mal das Manuskript beendet. Aber so läuft es wohl nun einmal.

Favorite Line:
»You are bleeding.«
»I have no time to bleed.«
Predator (1987)

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12. Dezember 2005

Das Böse an sich


Und wieder ist es Nacht ...
Der unterschriebene Vertrag ist jetzt auf dem Weg in die Schweiz. Nun gibt es also kein zurück mehr. Ich finde das alles immer noch sehr surreal. »Surreal, aber schön.« um Hugh Grant in 'Notting Hill' zu zitieren.
Meine Erstleserin Esther hat mir einen wichtigen Rat bezüglich der 'Haut' gegeben:
»Du solltest Dich mal mit historischen Ritualmorden beschäftigen.«
Die Sache ist nämlich die: Meine Geschichten haben beim schreiben immer die Tendenz ins Übernatürliche abzudriften. Nur kann ich dies bei der 'Haut' unter keinen Umständen zulassen. Der Verlag will einen Thriller von mir und soll nun auch einen Thriller bekommen. Diesbezüglich habe ich mich auch mit der Konstruktion von Thriller-Drehbüchern beschäftigt. Beim Horror ist das Böse eine übernatürliche, unbezwingbare Macht. Beim Thriller ist es 'nur' ein Mensch, den der Held mit Verstand, der Überwindung seiner persönlichen Unzulänglichkeiten und den 'eigenen' Waffen des Bösen schlägt.
Durch Esthers Hinweis habe ich ein wenig recherchiert und bin in der Historie prompt fündig geworden. Jetzt weiß ich schon einmal, WARUM mein Serienkiller so und nicht anders mordet ... und glaubt mir, es wird keine schöne Sache werden ...

Favorite Line:
Journalist: »Oh, I see she took your grandmother's flowers.«
William: »Yeah... bitch.«
Hugh Grant, Notting Hill, 1999

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9. Dezember 2005

I'm not an empty seat, anymore!


Und wieder ist es Nacht ...
Heute ist der Autorenvertrag vom Verlag gekommen. Wirklich ein gutes Gefühl, wenn zwischen Rechnungen und Mahnungen mal etwas anders im Briefkasten steckt ;-)
Die letzten Tage habe ich versucht meinen 'Erfolg' ein bisschen zu verdauen.
Heute habe ich mit Esther und Philipp, zwei meiner guten Freunde und tapfere Erstleser meines Geschreibsels bei einem guten Essen und Wein und einem Sekt darauf angestoßen. Philipp, dessen Doktorarbeit Auf der Suche nach dem Täter gerade bei dem renommierten Campus-Verlag erschienen ist, hat leider unsere kleine Wette, wer denn von uns als erster 'rauskommt' gewonnen.
Dafür gibt es bei unseren Filmabenden das nächste Mal einen Hitchcock seiner Wahl zu sehen. Heute gab's auf meinen Wunsch hin 'Spiderman 2', denn mein Altert Ego, Peter Parker kämpft in diesen Film nicht nur gegen Superschurken, sondern auch um seine Miete, die Möglichkeit seine Familie zu unterstützen und natürlich das Herz einer Frau. Dinge, mit denen sicherlich nicht nur der brotlose Autor Christian Heinke identifizieren kann ;-) .

Favorite Line:
»Go get 'em, Tiger«
Kirsten Dunst, Spiderman 2, 2004

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1. Dezember 2005

Ein erfreuliches Telefonat (Part II)


Und wieder ist es Nacht ...
Alrighty. Im November 2004 hatte ich bereits das
telefonische Vergnügen mit Frau Dr. Katarina Graf Mullis vom Schweizer KaMeRu Verlag . Damals hatte sie als eine der ersten meine Leseproben von 'Das Mal' gelesen und daraufhin das gesamte Manuskript angefordert.
Leider war für sie der Mystery-Horror Anteil zu hoch und sie haben 'Das Mal' im April letztendlich abgelehnt.
Als im Juni mein Podcast von 'Die Haut' schliesslich durch die Decke ging, habe ich mich nochmals an KaMeRu gewandt (Damals war ich selbst in der Schweizer iTunes Top-Ten auf Platz Sieben)
Vor drei Wochen kam dann eine Nachfrage vom Verlag ... Ob 'Die Haut' vielleicht schon fertig sei?
»Ups«, sagte da der überraschte Möchtegern-Schriftsteller ...
Das Problem ist, dass 'Die Haut' noch längst nicht fertig ist. Nach meinem iMac-Gau musste ich erst einmal wieder Geld verdienen und mich mühselig über Wasser halten. (Memo an mich: Du bist wirklich (so in echt jetzt) arm dran, wenn du Pfandflaschen zu der Bude an der Ecke trägst, damit du übers Wochenende etwas zu beissen hast.)
Doch zurück zum Telefonat. Letzte Woche rief mich Frau Graf Mullis an und meinte, dass sie das Verlagsprogramm für 2007 zusammenstellen und sie sich bereits die Leseproben von 'Die Haut' auf meiner Seite durchgelesen hätte und ich ihr doch einfach mal schicken sollte, was schon so existent sei.
Gesagt, getan.
Und nun kommt der 'Knaller'. Heute rief sie mich an und sagte mir, dass sie mich bei KaMeRu unter Vertrag nehmen und 'Die Haut' im Herbst 2007 als Buch herausbringen wollen.
Cool, oder?

Favorite Line:
»Impressive ... most impressive ... but you not a Jedi yet.«
Darth Vader, Empire Strike Back, 1980

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8. August 2005

Wir haben ein Problem


Und wieder ist mal keine Nacht...
Wie heißt es so schön 'Careful, what you wish for ...' Da habe ich mal ein klein wenig Erfolg und schon gerät Sand ins Getriebe.
Aber zunächsteinmal die guten Nachrichten;
Es gab wieder eine freundliche Anfrage aus der Schweiz bezüglich einer Prüfung von 'Die Haut' prompt funktioniert mein Mail-Account nicht.
Zu guter letzt hat mein Rechner einen sauberen Festplatten-Crash. Great. Und das wird ein Problem, denn im Moment bin ich mal wieder 'totally broke'.
Also, Leute. Ich versuche alles Menschen mögliche, um den nächsten Teil von 'Die Haut' schnellstmöglich zu produzieren und online zu stellen!

Favorite Line: "Houston, we've had a problem."
Tom Hanks, Apollo XIII, 1995

Zur Erinnerung:
Wegen schlechter Wetterbedingungen kann der Spaceshuttle 'Discovery' erst Morgen landen. Nun, sicher ist sicher. Hoffen wir, dass Morgen alles gut geht.
Take Care

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29. Mai 2005

Von Nerds und üblen Mischungen


Und wieder ist es Nacht...
Es ist Ende Mai. 'Die Rache der Sith' ist in den Kinos. Ich denke, es ist endlich der erste Film der 'Prequels', der es verdient hat, den Namen 'Star Wars' zu tragen. Mein Freund Theiny denkt, ich habe den Verstand verloren, bzw. dass ich endgültig auf George Lucas Seite, zur dunklen Seite der Macht 'rübergemacht habe'. Nun, vielleicht hätte ich ihm nicht noch erzählen dürfen, dass ich 'Residen Evil: Apokalypse' im Rahmen seiner Möglichkeiten für gar nicht so schlecht halte ... [ Oh mein Gott ... Ich bin wirklich auf der dunklen Seite angelangt ;-) ]

Ich habe heute 'Aviator' auf DVD gesehen. Im Audio-Kommentar beschreibt Scorcese Howard Hughes Empfindungen beim Fliegen mit den eigenen beim ersten Drehtag. Der erste Blick durch den Sucher und die Erkenntnis: "Ich bin hier. Und ich tue es ... denn genau dafür bin ich gemacht!"

Zwei Monate haben die Damen von der Fantasy-Agentur 'Schreib-Art' gebraucht, um mich abzulehnen:
»... wir haben Ihre Leseprobe erhalten und mit Interesse gelesen. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Ihr Text nicht in unser Programm passt, da er sehr viele Elemente (Thriller/Conspiracy/Horror...) miteinander vermischt. Trotzdem denken wir, dass Ihr Roman auf jeden Fall Potential hat und wünschen Ihnen damit für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg ...«
Tja, wo sie Recht haben, haben sie recht. Ich hatte Leseproben von 'Das Mal' und 'Kabbalah' eingereicht und kann mir nur denken, dass sich die Ablehnung auf 'Das Mal' bezieht.

Ich muss zugegeben, dass ich große Hoffnungen bezüglich dieser Agentur hatte. Das mich eine große, etablierte Agentur nicht mit spitzen Fingern anfassen will, kann ich nachvollziehen. Auch das sich ein Verlag lieber einen klassischen Thriller haben möchte kann ich gut verstehen. Aber ich habe wirklich geglaubt, dass mich wenigstens die Fantasy-Leute 'verstehen' würden. Doch mein Versuch dem Horror-Genre neues Leben im kreativen Sinne von J.J. Abrams einzuhauchen scheint zu scheitern. Was soll ich tun? Wenn mich nicht einmal die 'Nerds' der Branche verstehen?

All meine Erstleser sind von meiner intelligenten Vermischung der Genre fasziniert und empfinden die Abenteuer von Ruth Marcs als wohltuende Abwechslung. 'Das Mal' hat seine Schwächen und muss überarbeitet werden. Aber 'Kabbalah' ist wirklich das Beste, was ich je geschrieben habe. Warum wird das Potential nicht erkannt? Das Material IST gut. Besser als gut. Und mit der 'Haut' scheine ich große Beachtung zu finden (Die Downloads des Podcasts belegen dies - über Dreihundert bis jetzt) Wenigstens habe ich freundlicherweise ein wenig Publicity mit meinem 'One Minute Podcast' - 'Das Ende' erhalten. Es wurde von Alexx und Norman am 19. Mai in ihrer Sendung Mediabroadway auf Radio Gütersloh gesendet.

Mr. Heinke was also wirklich 'On The Air'. Meine kleine, einminütige Horror-Story belegt also, dass ich es KANN. Doch davon kann ich leider keine Rechnungen bezahlen. Ich erzähle Geschichten. Gute Geschichten. Manche sind so gut, dass die Menschen Alpträume davon bekommen. Also erzeugen sie gewünschte Wirkung. Ich gehe sogar sowwit zu behaupten, dass Leute dafür sogar Geld bezahlen würden, sie zu lesen, hören oder zu sehen. Mir ist es wirklich egal, in welchem Medium ich diese Geschichten erzähle: Film, Radio oder Buch. Name it. Das Schreiben ist meine Grundlage ... und es ist wesentlich billiger als einen Film zu produzieren. (Obwohl es mir schon wieder in den Fingern juckt)
Es muss doch dort draussen im Haifischbecken der Agenturen und Verlage zumindest EINE verwandte Seele geben, der mir eine Chance gibt, mein Talent unter das Volk zu bringen.
Come on, guys. Let's kick some butts ...
"Ich bin hier. Ich tue es ... denn ich bin dafür gemacht!"

Favorite Line:
»There's a rather alarming mountain heading our way!«
(Aviator, 2004)

Zur Erinnerung:
Am Freitag war ich auf der ersten Beerdigung meines Lebens, bei der der Verstorbene jünger war, als ich selbst. Als mein Vater starb, gab mir das Schaufeln von ein bisschen Erde auf den Sarg das Gefühl eines geschlossenen Kreislaufs, ganz im Sinn von 'Asche zu Asche, Staub zu Staub'. Es war traurig, es war schlimm, aber es war auch irgendwie in Ordnung. Der Tod gehört nun mal zum Leben. 'Wird separat nicht angeboten' Doch nun ... an diesem Grab zu stehen war vollkommen anders. Ich war nicht in der Lage auf diesen verstorbenen Menschen Erde zu werfen. Es erschien mir grausam, dies zu tun. Wie auch schon der viel zu frühe Tod kam es mir vollkommen falsch vor. Ich wollte keinen Kreislauf schließen, die Ordentlichkeit der Situation nicht anerkennen.
Es ist falsch und bleibt falsch vor seiner Zeit gehen zu müssen. Auch wenn mein Glaube mir Trost gibt, so bleibt doch der fade Beigeschmack von Sinnlosigkeit zurück.
Wir Menschen brauchen nun einmal die Ordnung, um existieren zu können. Doch das Chaos ist neben der Ordnung unser ständiger Begleiter. Zwischen beiden Kräften balanciert unser kleines, zerbrechliches Leben. Das muss man lernen zu akzeptieren ... aber deswegen muss man es nicht mögen.

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7. April 2005

Zurück ans Reißbrett


Und ausnahmsweise ist es mal nicht Nacht ...

Gerade sehe ich aus meinem Fenster und sehe einen Regenbogen. Hübsch. Typisch für das Wetter im April. Regen, Sonne ... Alles ist noch unausgegoren.

Ebenso verhält es sich mit den Antworten der Verlage. Droemer/Knaur hat mich abgelehnt und auch der kleine Verlag aus der Schweiz kann 'Das Mal' in seiner jetzigen Form nicht gebrauchen. Zitat: "Die Hauptfigur der Geschichte weist einige grundlegende Schwächen auf. [...] Streichen Sie das "Werwolf"-Element. (Sie müssen sich entscheiden, ob Sie einen Thriller, oder einen  Mystery - Horror schreiben wollen) [...] Streichen Sie das lesbische Element. Es ist bereits in mehreren Krimis vorgekommen und wirkt dadurch leider abgegriffen."

Ich bin daraufhin mit dem Manuskript streng ins Gericht gegangen. Sie haben Recht. Ruth Marcs verdient es wirklich, besser charakterisiert zu werden. In meiner Überarbeitung ist mir das, so hoffe ich, auch ganz gut gelungen. Aber was die anderen Punkte angeht ... Ich bin nicht so gut wie J.J. Abrams (Noch nicht ... Haha! ) Allerdings glaube ich, dass ebenso wie er, der Produzent und Creator von 'Alias' und 'Lost', recht gut darin bin einem Genre neue, interessante Seiten abzugewinnen. Alle bisherigen Reaktionen meiner Erstleser stützen diese These. Zudem bleibt nach dem Weglassen des Werwolfs- und Lesben-Themas vom 'Mal' nur ein gradliniger, einfach gestrickter Kriminal-Thriller übrig. Dann wäre er sogar ein guter Plot für einen recht ansehnlichen 'Tatort'. Aber ich glaube, es gibt bereits genug gute, gradlinige Kriminal-Thriller da draußen. Aber nur sehr wenig gute Geschichten über Werwölfe. Was die sexuelle Orientierung von Ruth Marcs, angeht ist sie nur ein Mittel zum Zweck: Wenn ich eine Geschichte über das 'Tier in der Frau', das dann aus eben dieser herausbricht verfasse, dann lässt sie sich besser erzählen, wenn neben äußeren Konflikten auch Innere hinzukommen - also ... die Liebe. Ohne Werwolf, keine Lesben und schon wäre der 'Tatort' mit niedersächsischem Lokalkolorit fertig. Do you really want this, folks?
I don't think so.

Was mich sehr, sehr gefreut hat, dass mir vom Verlag Mut gemacht wurde.

(Noch vor ein paar Jahren hätte ich nie geglaubt, dass ich einmal an einem Mangel scheinbar so selbstverständlicher Dinge wie Mut, Selbstvertrauen und ... ja auch Liebe leiden würde. Es scheint, als wäre in meiner 'Hülle' ein kleines Loch aus dem all meine positiven Eigenschaften langsam entweichen. Je größer meine persönlichen Probleme werden, desto weniger fühle ich mich in der Lage anderen Menschen Mut, Selbstvertrauen und Liebe zu geben. Ich melde mich kaum noch bei Freunden und Verwandten, weil ich mir sage, dass ich Ihnen im Moment sowieso keine große Hilfe wäre ... Wahrscheinlich wird aus mir bald ein Misanthrop mit zwanghaftem Verhalten, wie die Jack Nicholson-Figur des Schriftstellers in 'As Good As It Gets'.)

Aber zurück zum Mutmachen des Verlages: "Da Sie eine sehr gute, im deutschsprachigen Raum eher seltene literarische Sprache haben [...] Da Sie unbestritten ein schriftstellerisches Potenzial haben ..."
Wow. Not bad. Das sind Sätze an denen man sich in den Zeiten im Abgrund klammern kann, wie Ian McKellen zu sagen pflegt.

Alrighty. Also zurück ans Reissbrett. 'Die Haut' wird genau das, was sich die Schweizer vorstellen (auch wenn man keinen Tatort daraus machen könnte ;-) )

Favorite Line:
Frau: Wie können sie nur so gut über Frauen schreiben?
Autor: Ich stelle mir einen Mann vor und subtrahiere Verstand und Zurechnungsfähigkeit
'As Good As It Gets', 1999

Zur Erinnerung: Vor fünf Monaten habe ich angefangen meine literarische Haut zu Markte zu tragen. Jetzt im April wollte ich bereits einen Vertrag in der Tasche haben ... und da war es wieder, das Selbstvertrauen ;-)

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24. Februar 2005

Lob und ein Käfig


Und diesmal ist es Tag,
Einem weiteren Verlag habe ich eine Leseprobe von 'Kabbalah' zugesandt. Aus der Schweiz immer noch nichts. Nach dem Versand bin ich wieder in eine tiefes Loch gefallen. Als ich mir erneut die Frage stellte, warum ich auch nur glauben könnte, dass sich jemand für meine Art zu schreiben begeistern könnte, habe ich folgende Reaktionen auf zwei meiner Kurzgeschichten erhalten, die ich auf KeinVerlag.de gepostet habe.

Zunächst schrieb Arezoo zu 'Das erste Mal': »Wow! Das ist schwarz, das ist neu, das ist: saugut! Subtiler Horror ohne Vampire, dunkle Schlösser und viel Blut. Geht durch Mark und Bein. Und der Stil ist flüssig, sicher, gekonnt, kein Zögern - Du erzählst eine Geschichte. Verneige mich. Das ist Schreiben!« (15.02.2005)

Wow. Das tat gut, Ladies and Gentleman. Wirklich gut. Dann schrieb gleich darauf 'DressedInBlack':
»Ich bin begeistert. So muss Prosa sein, das ist Horror. Kein Wort zuviel, kein Wort zu wenig; Fesselnd und unglaublich spannend! Und dann dieses tolle Ende. Hätte ich gerne selbst geschrieben.« (17.02.2005)

Und zu guter letzt meldete sich 'Kiddo' zu meinem Text 'Schönheit' zu Wort:

»Uaaah, mir läuft´s grade eiskalt den Rücken rauf und runter, und das liegt nicht nur an meiner Spinnenphobie - Danke übrigens für die Alpträume, die ich bestimmt heut´ Nacht haben werde ;-) - sondern vor allem an Deinem unheimlich fesselnden Stil. Sehr gut!« (18.02.2005)

Sicher, Eigenlob stinkt, aber ich hatte ein wenig Bauchpinselei wirklich nötig. Wenn nur 10% dieser positiven Eindrücke einen der Lektoren auch beim Lesen von 'Das Mal' oder 'Kabbalah' erfasst, habe ich (so hoffe ich) eine gute Chance.

Favorite Line:
»You ask yourself who'll watch for me, a solitary voice to speak out
and set me free - I hate to say it, I hate to say it but it's probably
me.«
Sting, 1993

Zur Erinnerung:
Ein Freund setzt sich im Kino weiter nach vorn. Meine anderen Freunden
wollen weiter hinten sitzen und warten auf das Einsetzen des
Gruppendrucks - Er wird sich schon zu uns setzen. Doch aus ganz
bestimmten Gründen kann ich es nicht ertragen ihn da so sitzen zu
sehen.
Vielleicht da ich weiß, wie es ist in diesem Käfig aus Trauer und Angst
zu hocken. Der Freund würde sagen, ich übertreibe masslos. Besonders in
der Wahl meiner Formulierungen.

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16. Februar 2005

Warten


Und wieder ist es Nacht...
Zunächst einmal die guten Nachrichten: Meinem Bruder geht es den Umständen entsprechend gut bis sehr gut. Die schlechten Nachrichten sind, dass es keine neuen Nachrichten gibt. Weder aus der Schweiz noch aus Deutschland habe ich bisher eine Antwort von den Verlagen erhalten. Erstes Interesse und dann... Schweigen. Der Blick in den Briefkasten offenbart nur Werbung, Rechnungen und Mahnungen. Wenigstens komme ich mit 'Kabbalah' gut voran. Wenn ich so weiter schreibe, wird das Buch vielleicht sogar schon im Mai im ersten Entwurf vorliegen. Meine geduldigen Korrektoren geben der Geschichte sogar eine größere Marktchance als 'Das Mal'. Was mich gleich zu meinem neuesten Projekt bringt: Der Arbeitstitel 'Das Sterben der Schwäne' kam überhaupt nicht gut an. Mal sehen, ob mir ein Titel einfällt, der einen weniger an Thomas Harris denken lässt.

Favorite Lines:
Adama: "You gotta loose control. Let your instincts take over."
Apollo: "'Thought we were just sparring."
Adama: "That's why you don't win."
(Battlestar Galactica, 2004)

Zur Erinnerung:
Die USA schließen einen Militärschlag gegen den Iran nicht mehr aus und Syrien steht im Moment auch nicht so gut da. Es gibt Fruchtgummis in Form kleiner, blauer Haifische. Stanley Kubrick war - trotz aller Gerüchte - ein treusorgender, liebender Vater und Ehemann. Joschka Fischer beginnt über eine Visa-Affäre zu straucheln. Ich kannte einmal ein Mädchen, dass am Sande den kommenden Schnee roch. Jeder regt sich über einen Schiedsrichter mit dem Namen Hoyzer auf. Er soll ein Betrüger sein. Seltsam - Was im Leben, der Liebe, der Politik, der Wirtschaft und im Krieg gang und gebe ist, darf im Sport nicht sein? Gimme a break!

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5. Januar 2005

Tsunami


Und wieder ist es Nacht...
mehr denn je. Noch am ersten Weihnachtstag kannte die Welt den Begriff 'Tsunami' nicht. Nun ist diese 'Hafenwelle' über ein dutzend Länder hereingebrochen und hat wahrscheinlich hunderdtausende in den Tod gerissen. Mein Bruder scheint dem Tod gerade einmal entronnen zu sein - und dann...das. Als 1755 Lissabon zu dreiviertel von einem Erdbeben zerstört wurde, löste dies bei Kant Überlegungen aus, die in seinen Schriften über die Aufklärung mündeten.
Die nun betitelte Jahrhundertflut im Jahr 2004 wird George W. Bush helfen, der muslimischen Welt als Wohltäter zu erscheinen. In seinen letzten Tagen hat der von mir (trotz allem) hochgeschätzte Colin Powell noch dafür gesorgt. Amerika schwingt im Irak noch mit der Peitsche und versendet dann unter Zuhilfenahme der Marines ihr (dringend benötigtes) Zuckerbrot in die muslimische Bebenwelt. Wird die Rechnung aufgehen?
Ein zweiter, größerer Verlag aus Deutschland will das Manuskript vom 'Mal' lesen. Wieder denke ich an Sting. Wie war noch der Satz? Careful What You Wish For. Aber nützt es den vom Schicksal so hart getroffenen Menschen wirklich, wenn ich mit meinem eigenem Leben nicht weiter komme? Könnte ich ihnen nicht vielleicht mehr helfen, wenn ich etwas Geld verdiene um zu Leben - und dann auch damit die Möglichkeit habe ihnen etwas davon abzugeben? Ja, meine Damen und Herren, Herr Heinke denkt wirklich so naiv. Aber letztendlich ist das ganze Leben naiv.

Favorite Song Line:
»When you face the end alone
you're lost - you can never go home.«
Gollum's Song von Emiliana Torrini (2002)

Zur Erinnerung: Sylvester in Köln. Fast verzweifelt heftiges Feuerwerk. Spießrutenlauf über die Domplatte. Zischende Böller werden einem vor die Füße geworfen. In der U-Bahnstation sammelt ein alter Mann Leergut aus den Mülleimern. Diese Nacht ist für ihn wie das Laichen der Lachse in Alaska für die Grizzlys. Er sieht glücklich aus. Ich wünsche ihm vom Herzen, dass er es auch ist. Werde ich das einmal sein?, denke ich. Und gleich danach: Was ist, wenn ich endgültig scheitere?
Doch das wird nicht geschehen. Denn ich erzähle Geschichten. Verdammt gute Geschichten.
Davon muss man doch leben können ;-)

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20. Dezember 2004

Aragorn


Und wieder ist es Nacht...

und ein ganzer Monat ist vergangen. Meinem Bruder wurde ein pflaumengroßer (zum Glück gutartiger) Tumor aus dem Gehirn entfernt. Die Hiobsbotschaft erreichte mich fast zeitgleich mit der Mittelung, dass ein Verlag Interesse an 'Das Mal' zeigt. Sting soll einmal in einem Interview gesagt haben, dass seine größten 'Erfolge' immer mit tiefen, persönlichen Krisen einhergingen. Was soll man sich da wünschen? Was ist der Preis für Erfolg? Aber darum geht es mir gar nicht. Ich möchte ein Dach über dem Kopf. Essen. Trinken. Schreiben. Und mit dem Essen und dem Trinken war es an manchen Tagen schon knapp. (Auch wenn man es mir nicht ansieht - Merke: Auch ein übergewichtiger Mensch spürt nach drei Tagen echten Hunger) Ich habe meinem Bruder eine Mini-CD gebrannt. Darunter auch 'Troy' von den Fanta Vier: »Du hattest schlechte Zeiten und wir waren auch dabei. Wir werden dich begleiten - wir bleiben troy.« Hunger ist schlimm. Aber beinahe meinen Bruder verloren zu haben ist schlimmer.

Favorite Line: »Don't You Let Go!« Return Of the King (2003)

Zur Erinnerung: Mein Bruder war mit mir in 'Bernhard und Bianca'. Mit dem 'Buch zum Film' habe ich lesen gelernt. Er hat über 1000 Sprünge mit dem Fallschirm absolviert und läuft mit über fünfzig einen Marathon. Er ist wortkarg und hat einen Bart wie Aragorn aus 'Herr der Ringe'. Er spielt Gitarre und ist über den Blues zum Jazz gekommen. Ich kann mich nicht erinnern mich je wirklich mit ihm gestritten zu haben.
Er und seine Frau streiten sich häufig und heftig - aber das brauchen die Beiden, um sich ihrer gegenseitigen Liebe zu versichern. Ich wüsste nicht, was ich ohne ihn anfangen sollte.

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19. November 2004

Eine Frauenzeitschrift und ein erfreuliches Telefonat


Und wieder ist es Nacht...
Mal sehen, ob der 17. November einen guter Tag für mich ist. Ich hatte gerade ein erfreuliches Gespräch mit einer Verlegerin aus der Schweiz. Über meinen Aufruf nach Feedback im Brigitte-Forum [Das meine Heldin aus dem Mal, Ruth Marcs, sicherlich nie aufsuchen würde ;-)] ist sie wohl auf meine Seite gekommen, hat sich meine Seite und die Leseproben angesehen - und nun habe ich ihr weiteres Material plus einer schnell verfassten Synopsis geschickt. So, Gott will...

Favorite Line: »I Started To Work«, The Bad And The Beautiful (1952)

Zur Erinnerung: 16. November: Ein Marine erschießt kaltblütig in einer Moschee in Falludscha einen verwundeten Iraker. Trümmer und Putz übersäter Raum. Weiße Säulen. Licht fällt durch staubmatte Scheiben. Ein Schuss. »Jetzt ist er tot.« Der Soldat steht da wie einer der Amokschützen in Littleton.
19. November: Der frühere Polizeivizepräsident Wolfgang Daschner wird beschuldigt Magnus Gäfken, den Mörder eines elfjährigen Jungen, mit Folter gedroht zu haben. Zu diesem Zeitpunkt glaubte Daschner noch, durch diese Drohung den Aufenthaltsort des vielleicht noch lebendigen Jungen zu erhalten.
Stellt man diese Ereignisse nebeneinander, frage ich mich, wie weit der Spagat der demokratischen, freiheitlichen Grundordnung noch gehen wird.

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1. November 2004

Die ersten Schritte


Und wieder ist es Nacht...
Habe mich weiter im Netz umgetan. Meine ersten Gehversuche Leute auf meine Seite aufmerksam zu machen, bestanden aus ersten, zaghaften Gästebuch-Einträgen. Ich bin gespannt auf die Reaktion(en).
Nach dem Hinweis einer wohlmeinenden Freundin, (Hab nochmals Dank, Esther!) habe ich endlich das Problem mit der Gestaltung meiner Startseite gelöst. Jetzt blickt meine Silhouette (mehr oder weniger) mysteriös auf das, vom Vollmond beschiene, verschneite Lüneburg. So stelle ich mir in etwa die Szenerie im ersten Kapitel vom 'Mal' vor.

Favorite Line: »You're Looking Good!«, American Werewolf (1981)

Zur Erinnerung:
Ach übrigens - Happy Halloween!

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26. Oktober 2004

Verlagssuche


Und wieder ist es Nacht...
Ich stöbere im Internet nach Verlagen und Agenten, von denen ich hoffe, dass sie meinem Baby 'Das Mal' Aufmerksamkeit schenken könnten. Dabei stolpere ich auch über Seiten von Autoren und ihren Leseproben. Immer wenn ich etwas lese, was mir ein »Wow - Der schreibt wie ich« entlockt, handelt es sich um einen angelsächsischen Autoren. Ein gutes Zeichen? Ich weiß nicht. Wahrscheinlich ist es eher Selbstüberschätzung.
30 Verlage, 30 Agenten. Das ist die Grenze. Und danach? Natürlich weitermachen ;-)
Also Leute, was immer Ihr tut, gebt nicht auf! Ich tue es auch nicht.

Favorite Line: »Carpe Diem!«, Dead Poets Society, (1986)

Zur Erinnerung: 1991: Zusammenstoß mit einem Mann mit Filmdosen im Canadian Filmboard Büro. Telefonat mit einem deutschen Filmemacher. Sein Rat: Du musst Deinen eigenen Stil finden.

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